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Was ist Kobudo?

Übersetzt bedeutet Kobudo etwa alte (KO) Kampf- (BU) künste (DO). Es ist eine Art des Kampfes mit den verschiedensten Bauern-, Fischer- und Handwerkerwerkzeugen der einfachen Bevölkerung. Die Ursprünge des Kobudo liegen auf den Ryu-Inseln, von denen Okinawa die größte ist. Erstmalig wurden Kobudowaffen im Jahr 1243 in einem Kriegsberichtsbuch erwähnt. Zur Zeit der japanischen Besatzung hatten die Bewohner der Ryu Kyu (Ryu-Inseln) hohe Steuern zu zahlen und es war ihnen verboten Waffen zu tragen. Dies war der Beginn des KOBUJUTSU (Kobudo), da Gegenstände und Werkzeuge des täglichen Gebrauches nicht den Charakter von Waffen hatten und somit das Tragen eben dieser erlaubt war. Im 19ten Jahrhundert, zur Zeit der sozialen Umschichtung Japans, verlor sich der martialische Hintergrund des Kobudo und es geriet langsam in Vergessenheit. JUTSU (Kunst) wurde durch DO (Weg) ersetzt, die Wandlung weg von dem "martialischen Kampf" hin zur "Kunst des Kampfes" vollzogen.

Der Anfang im KVL

Ja, im Jahre 2006 ging es im KVL mit Kobudo los. Von Jörg Rippert, dem damaligen Breitensportreferent wurde ich angesprochen, ob wir nicht mal einen Kobudo-Lehrgang ausrichten wollen. Bei uns wurde das Interesse geweckt und wir haben den ersten Lehrgang mit dem Hanbo ausgerichtet. Für uns war dies alles Neuland, es hatte sich noch niemand so richtig mit dem Thema Kobudo auseinandergesetzt. Der ein oder andere hatte schon mal mit einem Bo trainiert aber mehr nicht.

Ziel von Jörg war und ist Kobudo im HfK etablieren und Stephan Becsei unterstützt in dabei.

Manfred und ich hatten dann ab und zu mit dem Hanbo trainiert, sind in den KKD eingetreten und haben auch bald die erste Prüfung abgelegt. Dann haben wir uns für die nächste Prüfung mit dem Bo beschäftigt.

Wir haben ab und zu sonntags trainiert, sind zu Stephan gefahren oder er kam zu uns. Ich hatte dann angefangen donnerstags vor dem Karate-Training für mich Kobudo zu trainieren. Dann hatte mich Sören gefragt, ob er mit trainieren kann.

Und bald haben Manfred und ich die Prüfung zum Orangegurt abgelegt. Und Sören mit dem Hanbo zum Gelbgurt. In der Zwischenzeit gab es eine politische Veränderung im Kobudo. Der HfK und die beider Referenten haben sich vom KKD abgewendet und sich direkt Shihan Toshihiro Oshiro zugewandt, einem okinawanischen Kobudo Meister der der einzige Stilerbe des alten Ryukyu Bo Kampfstils Yamanni-Ryu und Träger des 9. Dan Shorin Ryu und 8. Dan Yamanni-Chinen Ryu Bo Jutsu ist. Dieser Kampfstil wird voraussichtlich im HfK als eigenständiger Kobudo-Stilart eingerichtet. Manfred und ich haben uns dann umgestellt und haben diese Stilart angefangen zu lernen. Unsere kleinen Übungseiheiten Donnerstags blieben natürlich den Mitgliedern nicht verborgen und so wurde ich von einzelnen gefragt, ob sie sich mir / uns anschließen können und auch mittrainieren dürfen. So hat sich eine kleine Kobudogruppe von 6 bis 10 Leuten gegründet. Wir haben die Trainingszeit etwas ausgedehnt und haben jetzt eine Stunde in der Woche donnerstags Kobudo-Training und samstags nach Absprache.

 

Euer Walter Lauer

 

 

Donnerstag

17.45 Uhr bis 18.45 Uhr 

Samstag

16.00 Uhr bis 18.00 Uhr